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Über die Vergangenheit gestolpert

27 Steine. 27 Namen. 27 Schüler, denen ihr Recht auf Bildung genommen wurde.

Die Stolpersteine, die seit Jahren auf vielen Straßen und Plätzen Europas verlegt werden, sind ein Mahnmal gegen das Vergessen - viel mehr als bloße Steine erinnern sie an die Namen der vom NS-Regime verfolgten und ausgegrenzten Menschen, verbinden sie mit deren Geschichten, Gefühlen, Ängsten, Freundschaften. Am 27. Juni 2017 wurden nun vor dem Eingang zum Oeverseegymnasium die Stolpersteine von 27 Schülern verlegt, die aufgrund ihrer jüdischen Herkunft der Schule verwiesen worden waren.

Daniela Grabe, Obfrau des Vereins für Gedenkkultur, führte in die Gedenk-Veranstaltung ein und übergab das Wort an Gerda Eisler, Witwe des ehemaligen Schülers Kurt Eisler, die in Form einer autobiographischen Videobotschaft (veröffentlicht vom Verein CLIO) eine kurze, doch umso eindrucksvollere Rede hielt. Im Anschluss daran fand die Enthüllung der Gedenksteine statt. Es sprachen der ehemalige Direktor der Schule, Dietmar Dragaric, und der aktuelle Direktor Dr. Franz Nowak, die betonten, wie wichtig das Einbinden der politischen Bildung in den Unterricht sei, was aber nicht nur bloße Theorie bleiben sollte. Die Gedenksteine direkt vor dem Eingang seien eine Erinnerung an das Geschehene, aber die Geschichte dahinter sollte allen - Schüler/innen und Professor/innen gleichermaßen - die Gefahr vor Augen führen, die Ausgrenzung auch heute noch hervorrufen kann. Landtagspräsidentin Dr.in Bettina Vollath setzte diesen eindringlichen Appell fort und hob hervor, wie groß die gesellschaftliche Verantwortung sei, die jede/r Einzelne hat. Schüler und Schülerinnen des Oeverseegymnasiums lasen sodann die Namen der 27 Schüler sowie kurze Biografien vor. Hernach wurden - einer jüdischen Tradition folgend - Gedenksteine niedergelegt, stimmungsvoll begleitet von einem Schüler am Akkordeon.

Im Anschluss wurde ein 2008 produziertes CD-Paket präsentiert: HÖRMAL. ÜBERLEBENSGESCHICHTEN 1938-2008, das Erzählungen von Menschen jüdischer Herkunft aus Graz enthält, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurden, aber durch besondere Umstände der Deportation ins KZ entgingen und überlebten. Zwei der Zeitzeugen, die hier zu Wort kommen, sind Josef Camiel (ehemals Kurt Weinberger) sowie Otto Günther Klein, zwei der Schüler, für die nun Stolpersteine verlegt wurden. Außer diesen Erzählungen und Interviews sind auch wissenschaftliche Artikel enthalten sowie Material für Schulprojekte. Das gesamte CD-Paket kann über !KiG Kultur in Graz, Lagergasse 98A bezogen werden. Bestellungen sind über die Homepage kig.mur.at > ausLage > music > KiG! möglich sowie per E-Mail an office@kig.mur.at



Hier findet ihr einige Fotos als Eindrücke:

Stolperstein 27.06.17...




[News/News/03.07.2017]







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