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Es gilt die Unschuldsvermutung

Welch ein Land? Was für Männer? Wie extrabreit die Gesellschaft geworden ist, sei dahingestellt? Im Dorf Leonhardplatz 900 herrschen andere Gesetze, Brandblasen – Die Männer schielen mitgenommen in die Umgebung. Vogelgezwitscher, Ein Hauch von Jodler die uns Solarplexus- aufwärts die Chakren entlang bis zum i bringen. Hermann Fiddla bringt die Männer des Vinzidorf zum Tanz. Musik als Droge. Vinzenz ist ein Hund – der alles genau beobachtet. Der wohnt jedoch in der Rösselmühlgasse und beobachtet den ganzen Tag, wie eine Baustelle arbeitet. Hier soll es über den Verkehr hinaus klingen. Wie stoned oder breit musikalisch wir dabei sind – heuchlerisch tut sich da genug herum im öffentlichen Meinungsbildungsprozedere – und um die Werbestrategen, die zu keinem schlüssigen Satz in der Lage sind, diesen hier auch nicht zu Ende denken wollen. Wie stoned müssen die sein? Dabei kann man Wahlkampfslogans in aller Ruhe zu Grabe tragen – die Spirale nach unten bei aller Ungeistigkeit überhaupt einen Satz zu bilden. Ob das Kiffen eine Rettung beinhaltet, ob der Alkoholismus und die Koksraten in vernünftige Bahnen geraten, sei dahingestellt. Die Kinder der Vorstadt müssen das ausprobieren, wie wir das ausprobiert haben. Den ersten Spliff – auf offener Strasse, im Club der sinnvollen Freizeit, im Teehaus, ja in der Schule. Die Gartengasse könnte man als Kifferparadies bezeichnen und die angrenzenden Gassen ebenso; die Parks. Architektengeschwader internationaler Profile, was würde dort „Ohne“ gehen? Wie eben ohne Musik. Der Rausch der Tage lässt mich wieder einmal unter der Hauptbrücke halten und mein Begleiter, er trägt langes lockiges Haar, hört das Rauschen des schnell fließenden Flusses – Wir lassen uns mit dem Klangbild des Flusses treiben, dabei stellt sich die Frage, warum entlang des schnellen Flusses zwischen Steg und Hauptbrücke am westlichen Murufer kein Steg existiert? Warum auf der Insel keine Saunalandschaft im Winter eingerichtet ist? Keiner der Huchen ist zu sehen. Wenn ich an die Feinstaubkrusten an meinem Fenster denke – der Fluss reinigt, nimmt einiges an Verkehr mit. Ob man bekifft Straßenbahn fahren darf? Ich denke auch an die überreizten Schaffner, die mit Sprechverbot und neuerdings Kontaktarmut ausgezeichnet Automatismen noch mehr verfallen. Oder Taxifahrer, ob die ihre Stehzeiten cooler überwinden? Aber auch Kunsthausmitarbeiter und Ordnungspersonal – ich nenne das Wort „Security“ nicht – aber Spliff ist ein unter-sich-Kommando (nicht die Post-Hagen-Band), dass sich so nicht outen will, weder im offiziellen Wirbel der Stadt, noch im betriebsamen Hinterzimmern. „Du alter Kiffer,“ erinnert sich Stimme an Stimme, obwohl ich zugeben muss, selbst nicht unmittelbar dem Gras abhängig geworden zu sein. Da liegen eher künstlerische Ausdrucksformen und Schaffensprinzipien im Vordergrund. Alles liegt alles in der Luft. Das Gute und der Dreck. Und die Saubermacher kiffen noch zusätzlich einen drauf und schnupfen sich die alte Tagger-Fabrik um heute dort Müll zwischenzu(ver)checken. „Wer mit Müll sein Geld verdient ...“, sagte schon David. Ein Jugendzentrum, Factory, wäre wertvoller gewesen ... Wie bedröhnt muss da der Joint gewesen sein, der sich vom Joanneum aus wieder verloren hat. Was bleibt ist Stille – und etwas fahler Rauch um eine längst ausstehende Legalisierung, die europaweit endlich kommen müsste. Wende. War nicht Berlin-West ein Paradies für Kiffer gewesen und waren nicht ganzen Tourschaften eben deshalb, zur Ausdehnung der damaligen Zustände eben dorthin gepilgert, wo die Musik auf der Strasse lag, als so genannter Exportschlager der Umstände – damals. Wir haben ja auch über die Mauer gespuckt! Und diese liegt in Trümmern. Hier haben wir es eher mit einer „Nagelbetteiterung“ zu tun, die den bekifften Autofahrer kriminalisiert. Man muss sich nicht auf die Freiheit der Kunst und die Freiheit der Religionen stützen um zu wissen das bekiffte Kunst ebenso Kunst sein muss, bei aller Klarheit die unter den noch unverfliesten Brücken der Stadt herrscht. Trotz allem, wie ich unlängst im Mild hörte, gilt die Weiler’sche-Unschuldsvermutung. Übrigens der liefert Rose Feinkost Mild seine 33 Sternenbanner. ...



[Kolumne/n.nagy/31.05.2010]







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    Kolumne - n.nagy


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