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Grundlagen. Wer lehrte die Biene?

Mitten in der Apfelblüte – Stille. Keine Bienen. Inwieweit unsere Böden noch in Ordnung sind kann ich beim besten Willen nicht sagen. Nur soviel, dass mittlerweile jedes Kind weiss, dass Monokulturen – insbesondere Mais – die Böden verpesten. Es geht um die Erde. Aber nicht nur die Böden sind betroffen. Böden, wo ohne speziellen Dünger gar nichts mehr wachsen würde, saure Erde von Dünger-, Saatgut und Pestizidkonglomeraten erzeugt, tragen das nachhaltige Sterben in sich. Neulich bekam ich ich über die Facebook Security eine Kontrollnachricht, dass ich mein Passwort aus Sicherheitsgründen, wegen einem unbefugten Zugriff aus Texas ändern sollte. Was hatte ich mit Texas zu tun? Ausser, dass ich die Frage stellte, ob nicht gerade die Düngerfabrik aus eben solchen Gründen in die Luft flog. Man geht von einem technischen Gebrechen aus, wie auch immer die Kausalketten zueinander finden. Solche Manufakturen tragen das Risiko ihres Untergangs bereits in sich – eine Frage der Zeit. Nicht jede Fragestellung hat eine Dimension der Störung in sich. In Deutschland wird in speziellen Druckanlagen die “schwarze Erde” Amazoniens simuliert, um den völlig ausgelaugten Ackerflächen über den künstlichen Kompost wieder Erträge zu sichern – ein Geschäft um der Grundversorgung willen. Auf Knopfdruck wird “gute Erde” erzeugt. Nachhaltiger wäre es die sauren Böden rasten zu lassen. Ein Jubeljahr nach altjüdischer Tradition auszurufen, wäre wahrscheinlich für die Renaturierung noch zu wenig, von Entschuldung der Erde will ich angesichts der Eintreibungsmentalitäten diesseitiger Gläubiger gar nicht laut denken. Auf der einen Seite wuchert es - auf der anderen Seite wird bald nichts mehr wachsen. Urban Farming Konzepte wandern nun durch die Grossstädte und öffnen Brachflächen und Gemeinschaftsgärten. Unlängst wurden Bienen im innerstädtischen Bereich 8020 ausgesetzt. Honigbienen. Neben den Wildbienen sind sie für die Bestäubung mitverantwortlich. Im Angesicht des weltweiten Bienensterbens fragt sich ein nüchterner Beobachter, warum gerade die Stadt für die Biene mittlerweile fast der bessere Lebensraum wurde, als eine pestizidverseuchte Monokulturlandschaft. Und dennoch schaffen wir es nicht die Landwirtschaft der Gesundheit einzugliedern, was wiederum pharmakologische Folgeerscheinungen mit sich brächte. Die Stadtbiene liefert sogar einen pestizidunbelasteten Honig. Ausserdem sei sie feinstaubresistent. Gleichzeitig wird an der UNI-Graz das Flug und Kommunikationsverhalten der Bienen simuliert und werden kleine bienenähnliche Flugroboter erzeugt, die mit den Bienen zunächst gemeinsam die Bestäubung übernehmen “könnten.” Diese nennt man nicht Drohnen, dazu ist der militärische Jargon schon zu ausgelutscht, aber ihr Missbrauch dem Lebendigen gegenüber steht im Raum. Die künstliche Intelligenz will sich für das Leben angeblich verantwortlich zeigen, ohne dabei zu berücksichtigen, dass nahezu gleichzeitig wir gerade diesen Zustand Leben auslöschen. Ob Drohnen – ohne mich – als Fluch oder Segen in die Geschichte eingehen werden – man wird sehen. Ich habe mein Passwort geändert. Eine Kombination von Luftfluss und der Jahreszahl meines Geburtsdatums. Eine Kombination zwischen Englisch und Spanisch. Die Blüten alter Sorten gehen mit dem Wind, der das innerste Saatgut gehortet.

Bildrechte: Bestimmte Rechte vorbehalten von MOEVIEW is Aaron Molina

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[Kolumne/n.nagy/13.05.2013]







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    Kolumne - n.nagy


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    12.06.2017 Weisses Papier

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    08.08.2016 Micro Galleries

    22.07.2016 Pubculture

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    12.05.2016 Friendly Alien

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    13.12.2015 Happy?

    10.11.2015 SPIELFELD

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    23.09.2014 Dort – wo uns die Sprache erfindet

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    13.05.2013 Grundlagen. Wer lehrte die Biene?

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    10.11.2004 Mr. President

    05.10.2004 Zeit der Zigeuner Teil II

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    21.07.2004 Aufgabe: „Alavitien“

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